| 17.02.2012 |
Buchvorstellung Eva Meder-Thünemann um 19:30 Uhr im Café des Film-Photo-Ton-Museums im Huttenschloss |
| 05.03.2012 |
Mitgliederversammlung am Montag, 19:00 Uhr, im Pfarrheim St. Peter und Paul, Gemünden |
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Reiseproviant aus dem lila Rucksack
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| Die gebürtige Gemündenerin Eva Meder-Thünemann liest aus ihrem Erstlingswerk „Reiseproviant für die Seele“ |
Eine kleines Büchlein – vorne drauf ein lila Rucksack – und drinnen Reiseproviant für die Seele, so verspricht es zumindest der Untertitel des ebenfalls lila Buchumschlags. Überhaupt geht es viel um die Farbe Lila, der liturgischen Farbe der Fastenzeit. In ihrem Erstlingswerk möchte die gebürtige Gemündenerin Eva Meder-Thünemann einen Begleiter anderer Art für die Fastenzeit vorstellen. Wer nämlich Vorschläge zu Verzicht und Bußaktionen erwartet, der wird enttäuscht. Der Autorin geht es vielmehr darum aufzuzeigen, dass Fasten auch heiter sein und mit Genuss zu tun haben kann – allerdings ein Genuss ganz anderer Art. So trägt jeder Tag einer Fastenwoche eine andere Überschrift. Einmal heißt es da am Montag „Flüstern“, am Dienstag „Schweben“, am Mittwoch „Duften“ und am Donnerstag dann sogar „Genießen“. Dort kann man dann die Aufforderung nachlesen, an diesem Tag nicht ohne Genuss zu konsumieren. Die frische Luft etwa, oder das Lächeln eines Menschen oder aber auch einen (fairen!) Scho-koriegel, auf dessen Geschmack man sonst gar nicht mehr achtet. Aufgewachsen ist Eva Meder-Thünemann direkt am Gemündener Marktplatz, im Haus der ehemaligen Spielwarenhandlung Meder (heute Bauer). Nach ihrem Studium der Religionspädagogik hat sie ab 1986 als Gemeindereferentin im Raum Aschaffenburg gearbeitet und ist seit 2004 in der so genannten City-Patoral in Aschaffenburg eingesetzt und dort u. a. für den Ökumenischen Kirchenladen zuständig. Schon immer wollte sie ein Buch schreiben und hat sich jetzt mit 50 diesen Wunsch erfüllt. Auf der Suche nach frischer, neuer Sprache will sie mit dem Büchlein nicht nur kirchlich Engagierte erreichen sondern ge-rade auch von der Kirche distanzierte kritische Menschen. Gelegenheit sich Reiseproviant für die Seele zu beschaffen besteht bei einer Lesung der Autorin am kommenden Freitag 17.02.2012 im Huttenschloss. Begleitet wird sie dabei von Hans Heilgenthal, der mit einer Vielzahl von Instrumenten für den musikalischen Proviant sorgen wird. Kulinarisch bietet der Eine-Welt-Verein Esperanza dazu fair gehandelten Rotwein aus Südafrika und Chile. Zusammen mit der Buchhandlung G.H. Hofmann lädt der Verein um 19.30 Uhr zur Veranstaltung in das Café des Foto-Film-Foto-Ton Museums.
(Text: Wolfgang Fella)
Mitgliederversammlung am Montag, 5. März 2012, 19:00 Uhr
im Pfarrheim St. Peter und Paul, Gemünden
Tagesordnung:
1. Blick in die Welt – wie Menschen leben - Filmimpressionen
2. Dreht sich alles nur ums Geld? – Geschäftsbericht des Vorstands
3. Bewegt sein in einem bewegenden Jahr – Jahresrückblick 2011 mit Impressionen
4. Hilfe zur Selbsthilfe – die Menschen im Blick – Projektvorstellungen für 2012
5. Mit offenen Augen durch die Welt - Allerlei rund um Weltladen und Fairen Handel
6. Und wie machen wir weiter? – Ausblick auf die kommende Zeit
Weiterhin weihnachtsmannfreie Zone im Weltladen
Wie schon im letzten Jahr gibt es ab sofort im Weltladen des Esperanza-Vereins wieder die Original-Nikoläuse aus dem Fairen Handel von der gepa. Keine Weihnachtsmänner, sondern einen echten Bischof mit Mitra und Stab.
Dazu gibt es auch Adventskalender - ebenfalls gefüllt mit Schokolade aus dem fairen Handel und natürlich jede Menge Geschenkideen für alle Gelegenheiten - nicht nur für Weihnachten.
Erstmals Lebenswurst und weiterhin Peru im Blick
Beim Laternenmarkt 2011 waren die Aktiven des Esperanza-Vereins wieder vor dem Weltladen aktiv. Erstmals konnten die Passanten die leckere Lebenswurst probieren, die es ab sofort im Laden gibt. Zusammen mit einer Tasse Tee ließen es sich die Marktbummler schmecken. Es gab nur positive Rückmeldungen zu diesem neuen Produkt im Weltladen. Es ist zwar kein Fairhandelsprodukt aber wird in einem Sozialprojekt in Schweinfurt hergestellt und gibt damit benachteiligten Menschen in der Region Arbeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Aus dem diesjährigen Schwerpunktland Peru wurde zusätzlich Kunsthandwerk aus verschiedenen ländlichen Genossenschaften angeboten - vom Topfuntersetzer bis zum Zedernholzmottenschutz für den Kleiderschrank.
Auch Bücher wurden wieder auf Spendenbasis verkauft und sollen eine Nichtregierungsorganisation unterstützen, die Menschen in einem Elendsviertel von Lima hilft.
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© W. Fella  |
Auch Firmlinge waren diesmal im Einsatz beim Stand vor dem Laden zusammen mit Inge Gutbrod und Christine Volpert.
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© W. Fella  |
Im Mittelpunkt die neue Lebenswurst von der Lebensküche aus Schweinfurt.
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Weltmissions-Sonntag 2011
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Am Sonntag, dem 23. Oktober, wurde in allen Gemeinden der Weltmissionssonntag gefeiert. Unter dem Motto "Macht euch auf und bringt Frucht" gestaltete der Esperanza-Verein die Messe mit. Im Mittelpunkt der Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit stand in diesem Jahr eines der ärmsten Länder Afrikas, der Senegal. Dies nahm auch Diakon Konrad Fischer in seine Predigt mit auf, die Teil der diesjährigen Predigtreihe ist.
Der Vorsitzende des Vereins Esperanza, Wolfgang Fella, lud die Gottesdienstbesucher zum Schluss zum Einkauf von Eine-Welt-Waren nach der Messe ein.
Faire Weinlaube bei der langen Einkaufsnacht
Leckeren Gerupften mit einem Glas fairen Rotwein aus Chile und Südafrika, konnten die Besucher der Langen Einkaufsnacht in der Gemündener Innenstadt vor dem Weltladen des Esperanza-Vereins genießen. Je später der Abend um so zahlreicher war dann auch die Kundschaft, die sich im Laden umschaute oder sich vor dem Laden in der fairen Weinlaube verköstigte.
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© W. Fella  |
Karin Roth, Dieter und Karin Konradt vom Weltladenteam geniesen schon einmal einen fair gehandelten Rotwein
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Zu später Stunde - der Weltladen bei der langen Einkaufsnacht mal in ein anderes Licht gerückt
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Costa Rica zu Gast
Lebendige Eindrücke aus dem mittelamerikanischen Land Costa Rica gab Franziska Keß beim Herbsttreffen des Ladenteams. Nach ihrem einjährigen Aufenthalt und Mitarbeit in zwei Sozialpro-jekten konnte sie den Esperanza-Verantwortlichen allerlei Informationen über Land und Leute erzählen. Auch ein landestypisches Gericht konnten sich die Anwesenden schmecken lassen und einige Alltagsgegenstände anschauen.
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Einen Kaffee aus dem Kieler Weltladen für das Geburtstagskind Agnes Flockau vom Esperanza-Vorsitzenden
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| Die "Weltwärts-Rückkehrerin" Franziska Keß aus Rohrbach hinter den Farben der Costa-Rica Flagge umringt von Wolfgang Fella, Agnes Flockau und Wolfgang Weinig |
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Faire Woche in Gemünden
Auch der Weltladen des Esperanza-Vereins beteiligt sich an den Fairen Wochen, die unter dem Motto"Fair ist mehr" zum zwanzigsten Mal bundesweit stattfinden.
Mit Türhängern an Gemündener Haustüren woll die Aktiven auf den Weltladen in der Obertorstraße hinweisen und zu einem Besuch mit einer süßen Überraschung einladen. Dabei sollen gerade Neukunden für eine kleine Entdeckungsreise im Laden animiert werden. Aromatischer Kaffee, zahlreiche Leckereien und Geschenkartikel aus den Ländern des Südens sollen die aktuelle Vielfalt des Fairen Handels zeigen.
In der Zeit vom 16. bis 30. September gibt es im Laden auch eine Tasse Tee der neuen Geschmacksrichtungen.
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Eine Tasse Tee für alle in der Fairen Woche
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Mit Türhängern in ihrer Nachbarschaft unterwegs: Gertrud Schmitt, Dieter Konradt und Maria Pfister vom Weltladenteam
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Besuch aus Paraguay
Produkte aus vielen Ländern des Südens finden sich im Sortiment des Gemündener Weltladens. Aus aus dem südamerikanischen Paraguay. Und eben aus diesem lateinamerikanischen Land waren Gäste zu Besuch auf ihrem Weg zum Weltjugendtreffen in Madrid.
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© W. Fella  |
| Christa Paino zeigt Daniel Paredes und Raquel Escobar fair gehandelte Produkte aus ihrer Heimat |
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Sommertreffen 2011
Zum sommerlichen Treffen des Ladenteams traf man sich diesmal im Huttenschloss. Nach einem informativen Rundgang mit Adolf Spreng, der die Bildtafeln zum Schlossjubiläum im Außenbereich erläuterte, gab es im Filmsaal Einblicke in das aktuelle Weltwirtschaftssystem. In einem Filmbeitrag wurde dabei als mögliches Handlungsfeld, um dem ungerechten Strukturen entgegen zu treten, u. a. auch der Faire Handel vorgestellt.
Anschließend gab es einen leckeren Imbiss als Dankeschön für alle Ehrenamtlichen für die vielen Stunden, die sie fortwährend im Eine Welt-Verein und im Weltladen aktiv sind.
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Informationen zum Huttenschloss-Jubiläum von Adolf Spreng
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© W. Fella  |
Reichlich Informationen zum Weltwirtschaftssystem für die Aktiven des Esperanza-Vereins
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Weltladentag 2011
Auch der Weltladen des Esperanza-Vereins hat sich am Schwerpunktthema des diesjährigen Weltladentags am 14. Mai 2011 beteiligt. Unter dem Motto "Öko und Fair ernährt mehr" wurde auf die weltweite Ernährungskrise hingewiesen. Das Team des Weltladens hat deshalb Briefe an die beiden Europaabgeordneten des Wahlkreises, Dr. Anja Weisgerber (CSU) und Kerstin Westphal (SPD), geschickt und diese gebeten, sich bei den anstehenden Reformen der EU-Agrarpolitik für einen Stopp der katastrophalen Agrarexportsubventionen und die Dumping-Exporte in die Märkte der Länder des Südens einzusetzen.
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© D. Konradt  |
Aktive des Ladenteams mit den Symbolen zur Aktion am Weltladentag
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© W. Fella  |
Die Briefe an die EU-Abgeordneten im Schaufenster des Weltladens
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Leben zwischen Wellblech und Gerümpel
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| Gruppenbild in der Stadtpfarrkirche Peter und Paul unter Palme mit der Elendsbehausung in der Mitte. Mit den Esperanza-Aktiven Wolfgang Weinig (links), Waltraud Stadler (hinten) und Inge Gutbrod (rechts) sowie Pfarrer Arkadius Kycia und seine Ministranten. |
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Eine Elendshütte aus Karton, Planen und mitten im Müll - direkt neben dem Altar – so wurden die Gottesdienstbesucher zu den Misereorgottesdiensten in der Gemündener Dreifaltigkeitskirche und in der Stadtpfarrkirche Peter und Paul in diesem Jahr empfangen. „Menschenwürdig leben. Überall!“ Das Motto der Misereor-Fastenaktion 2011 rückte die Elendsviertel der Megastädte in den Ländern des Südens in den Mittelpunkt. Die Verantwortlichen des Esperanza-Vereins, die die Gottesdienste gestalteten, versuchten dabei der Frage nachzugehen, was Leben menschenwürdig macht. Slum, Favela oder Shanty Town – die städtischen Wohngebiete der Armen haben viele Namen und sind geprägt von unzureichenden Wohnbedingungen, Unsicherheit, Krankheit, sowie häuslicher als auch öffentlicher Gewalt. Stellvertretend für die Not berichteten Kinder aus einem Elendsviertel in der peruanischen Hauptstadt Lima von ihrem Leben, das arm ist an Spielzeiten, aber reich an Entbehrungen und geprägt vom Sammeln verwertbarer Materialien in den stinkenden Müllhalden vor Ort. Zur Gabenbereitung wurde ein Bollerwagen vor den Altar geschoben, in dem Dinge lagen, die zu einem menschenwürdigen Leben beitragen können: ein Schulheft, ein sauberes Kleidungsstück, ein Ball zum Spielen oder eine Pflanze als Zeichen für eine grüne Umgebung. Die Kollekte des Tages, aber auch der Erlös des anschließenden Fastenessens, sollen zur Verbesserung der Lebensbedingungen in einem der Elendsviertel Limas beitragen. Im Pfarrheim St. Peter und Paul bot der Esperanza-Verein wieder ein Reisgericht mit leckeren Soßen an zu dem die Gottesdienstbesucher eingeladen waren.
Hoffnung - trotz schwieriger Lebensbedingungen
Eine starke Frau saß da vor den gut 30 interessierten Zuhörern im Pfarrheim Peter und Paul, die dem engagierten Vortrag von Viviana Arriola aus Peru lauschten. Die Übersetzerin von Misereor hatte alle Hände voll zu tun, die schnell vorgetragenen spanischen Sätze ins Deutsche zu übersetzen. Auf Einladung des Gemündener Eine Welt-Vereins war die Referentin gekommen um über ihre Arbeit in Lomas de Carabayllo, einem der vielen Armenviertel der peruanischen Hauptstadt Lima, zu berichten. In seinen Eingangsworten hatte der Esperanza-Vorsitzende, Wolfgang Fella, sich dankbar gezeigt, über einen solchen Live-Gast einen direkten Eindruck zu bekommen, was in diesem Jahr mit den Überschüssen des Weltladens gefördert werden soll. Die Anwesenden wurden nicht enttäuscht. Immer wieder tauchten in der bildreichen Präsentation von Frau Arriola auch Gesichter der Menschen aus dem Elendsviertel auf. Besonders Kinder waren zu sehen, die als schwächste Glieder am meisten unter den erbärmlichen Lebensbedingungen und der enormen Umweltverschmutzung dort zu leiden haben. Besonders die Belastungen mit Blei und anderen Schwermetallen, die durch die wilde Müllverwertung vor allem von ausgedienten Autobatterien entstehen, sind eine ernsthafte Bedrohung für die Heranwachsenden. Die Nichtregierungs-organisation CIDAP, für die auch die Referentin arbeitet, unterstützt deshalb die Bevölkerung im Armenviertel sich zu organisieren und ihre Rechte in die eigene Hand zu nehmen. So konnte bei-spielsweise bereits erreicht werden, dass die Benachteiligten durch ihre gemeinsamen Aktionen ihr Recht auf eine gesunde Umwelt gegenüber den staatlichen Stellen selbst geltend machen. Der Druck der Bevölkerung bewirkte, dass einige der gefährlichsten und verschmutzenden Betriebe wegziehen mussten. Durch diese neue Stärke hatte der peruanische Staatspräsident nach einem Besuch in Lomas bis August 2012 sogar ei-nen öffentlichen Wasseranschluss versprochen. Bislang werden die Bewohner durch Tankwagen mit Wasser versorgt, das schlechte Qualität hat und noch dazu mit Wucherpreisen bezahlt werden muss. Gegen Ende berichtete sie auch von den zahlrei-chen Hoffnungszeichen trotz aller widriger Umstände und fand es treffend gerade von einem Verein eingeladen worden zu sein, der sich den spanischen Namen Esperanza für Hoffnung gegeben hat. Mit viel Elan beantwortete sie anschließend die zahlreichen Fragen der Gemündener.
Schmunzeln mussten die Zuhörer als die Peruanerin berichtete, dass die aktivierte Bevölkerung auch angefangen hat, selbst Stützmauern zur Sicherheit ihrer Häuser zu bauen. Dabei seien diejenigen Mauern am stabilsten, die ausschließlich von Frauen er-richtet worden seien.
Eine der Gemündener Zuhörerinnen ergänzte, dass sie bei ihrem eigenen Besuch in Peru selbst erfahren konnte, dass insbesondere die Frauen, der Schlüssel für die Entwicklung sind. Als eine solche aktive und starke Frau erlebten die Gemündener auch Viviana Arriola und bedankten sich für ihren Besuch und die wertvollen Informationen über die Arbeit von CIDAP mit Unterstützung von Misereor. Der Erlös des diesjährigen Fastenessens sowie Überschüsse des Weltladens werden nach einem Beschluss der letzten Mitgliederversammlung des Esperanza-Vereins im Jahr 2011 für die Arbeit von Misereor in Peru zur Verfügung gestellt.
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© Hetterich  |
Besuch aus Südamerika vor dem Weltladen des Esperanza-Vereins. Die Peruanerin Viviana Arriola eingerahmt von den Ladenmitarbeiterinnen Hildegard Brand und rechts Maria Spreng sowie auf der linken Seite noch die Misereor-Dolmetscherin Katja Holzwarth und der Esperanza-Vorsitzende Wolfgang Fella ganz rechts. |
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Viviana Arriola bei ihrem engagierten Vortrag mit ihrer Übersetzerin Katja Holzwarth von Misereor |
Ein Laden verändert sein Gesicht
Fleißige Helfer sind seit einiger Zeit dabei, unserem Esperanza-Laden eine neues Gesicht zu geben: Regale wurden verschoben bzw. umgestellt, bessere Einblicke von Außen in das Geschäft geschaffen, usw. Noch ist nicht alles fertig, aber unser Laden zeigt sich jetzt bereits heller, freundlicher und überschaubarer. Die beiden Bilder zeigen die Helfer bzw. die Umräumaktion.
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Die Veränderung geht weiter
Inzwischen nehmen die weiteren Veränderungen im Laden Gestalt an. Ein neues Glasregal hat seinen Platz gefunden, so dass die Ware sehr viel besser präsentiert werden kann. Das Foto zeigt das Dekorationsteam mit der erfolgreichen Umgestaltung.
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© W. Fella  |
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Gemündener Weltladen weiterhin weihnachtsmannfreie Zone
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| Maria Schüssler vom Ladenteam des Esperanza-Weltladens mit dem Heiligen Nikolaus aus fair gehandelter Bio-Schokolade. |
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Der erste Advent steht vor der Tür und mit ihm folgt das Fest des heiligen Nikolaus. Sein Gegenmodell, der am Konsum orientierte Weihnachtsmann der Geschenk-Industrie hat auch in diesem Jahr schon lange wieder begonnen, sich in den Einkaufszentren und Supermärkten breit zu machen. Von Seiten der Verantwortlichen des Gemündener Eine-Welt-Vereins Esperanza steht man nicht allein mit der Meinung, dass der Weihnachtsmann relativ wenig mit dem heiligen Bischof gemein hat. Innerhalb der christlichen Kirchen wird immer wieder herausgestellt, wie Nikolaus selbstlos Menschen in Not half – nicht zufällig auch eins der Vereinsziele von Esperanza. Äußeres Zeichen seines Bischofsamtes sind seine Mitra und sein Bischofsstab und nicht wie bei der erfundenen Reklamefigur eine rote Mütze mit weißer Bommel. Bischofsstab und Mitra sind auch die Erkennungszeichen der Schoko-Nikoläuse, die in diesen Tagen im Weltladen in der Obertorstraße aber auch in immer mehr Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen zu haben sind. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich der Absatz der Schoko-Bischöfe des Fair Handelshauses Gepa bundesweit verfünffacht. Das ist natürlich nicht unter dem Profitgedanken positiv zu sehen, sondern vielmehr weil damit deutlich wird, wie eine Idee entgegen des adventlichen Kaufrausches immer bekannter wird. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf eine breit angelegte Kirchenkampagne verschiedenster Organisationen wie dem Bonifatiuswerk, dem Katholischen Deutschen Frauenbund oder einzelnen Diözesen und kirchlichen Jugendverbänden. Aufgerufen wird dabei, weihnachts-mannfreie Zonen zu schaffen, um so dem prominenten Heiligen und Freund der Kinder wieder mehr Raum in der Adventszeit zu geben. Seine Botschaft ist nach wie vor aktuell und hebt sich vom blindem Kaufrausch und aufgesetzten Rührseligkeiten ab, die uns in der dadurch weniger besinnlichen Adventszeit verloren zu gehen drohen. Seine Botschaft spricht von Uneigennützigkeit, Nächstenliebe und Solidarität. Dass vieles davon auch die Fairhandelsbewegung und die Aktiven in den Weltläden antreibt, macht es nicht verwunderlich, dass dort diese süße Alternative schon seit langem angeboten wird um immer wieder neu an diese Werte zu erinnern. Auf der Theke im Gemündener Weltladen ist die berühmte Heiligenfigur, hergestellt aus fair gehandelter Bio-Schokolade, in zwei verschiedenen Größen zu erhalten.